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  Oft gestellte Fragen zum Einsatz von SPIETH-Stellmuttern
 
 

Frage 1: Wie wirkt es sich aus, wenn die SPIETH-Stellmutter auf dem Spindelgewinde nicht "zentriert" bzw. "spielfrei" gestellt wird?
Antwort: Durch das "Zentrieren" wird die Anlagefläche der Stellmutter sehr präzise ausgerichtet. wird dies versäumt, verzichtet man dadurch auf einen wichtigen Systemvorteil unserer Stellmutter. Die Planlaufgenauigkeit ist dann ein Zufallsprodukt und entspricht der jeder anderen, nicht einstellbaren Stellmutter.


 

Frage 2: Wäre es nicht vorteilhaft, beim Zentrieren der Stellmutter die Spannschrauben mit einem Drehmomentschlüssel zu betätigen, um eine gleichmäßige und von der Geschicklichkeit des Monteurs unabhängige Vorspannung zu erreichen?
Antwort:

Nach unseren Erfahrungen bringt die Verwendung eines Drehmomentschlüssels hier keine Vorteile aus zwei Gründen:

1. Das benötigte Drehmoment zum Zentrieren der Stellmutter ist relativ klein, so dass sich die Ableseungenauigkeit und die Streuwerte im untersten Bereich des Drehmomentschlüssels ungünstig auswirken.

2. Die Reibverhältnisse sind an jeder Schraube anders, so dass selbst bei gleichem Anzugsdrehmoment die Schrauben verschieden weit vorgespannt sein können.

Richtig erfolgt die Zentrierung, wenn alle Schrauben, unabhängig vom Drehmoment um eine gleichmäßigen Winkelbetrag vorgespannt werden. Dabei reicht das Schätzvermögen eines Facharbeiters aus.


 

Frage 3: Mit welchem Schmiermittel soll das Gewinde versehen werden, bevor man die Stellmutter zentriert? Ist Molykote günstig?
Antwort: Die Sicherungswirkung der Stellmutter beruht auf dem Reibschluss zwischen den Gewindeflanken. Da Molykote den Reibwert stark herabsetzt, ist dieses Mittel nicht empfehlenswert. Es sollte gewöhnliches Maschinenöl ohne reibmindernde Zusätze verwendet werden.