Für Wellenpassung h5/h6. Automatisierbare kraftschlüssige Welle-Nabe-Verbindung. Für Wellen mit h-Toleranzfeld. Spanneinleitung frei konfigurierbar. Spanneinleitung von der Welle aus mit d1= 28 mm, d2 = 16 mm: IK 28.40.

  • Beispiele

    Beispiel 1: Schaufelradbefestigung mit zwei IK Spannelementen

    Die auf breiter Basis angeordneten Spannelemente wirken sich günstig auf die Planlaufgenauigkeit und die Umlaufbiegebeanspruchung des Welle-Nabe-Verbundes aus. Das übertragbare Drehmoment bei zwei hintereinander angeordneten Spannelementen liegt ca. 30 % höher als bei einem einzelnen Spannelement.

    Beispiele 2 – 4: Steckbare Verbindungen

    Absolut spielfreie, beliebig oft lösbare Welle-Nabe-Verbindung. Die Anzugsmomente für die Spanneinleitungsschrauben ergeben sich aus der jeweils erforderlichen Spannkraft für die Spannelemente.

    Beispiel 2

    Spanneinleitung auf ein IL Spannelement über Zugschraube.

    Beispiel 3

    Spanneinleitung auf ein AL Spannelement über Druckschraube.

    Beispiel 4

    Spanneinleitung auf ein AL Spannelement über Hohlschraube.

    Beispiel 5: Pinolenklemmung mittels zweier AK Spannelemente

    Hydraulisch wird die Pinole genau zentrisch gespannt, im drucklosen Zustand ist sie sofort frei bewegbar. Der bei einzelner Anordnung eines Spannelements auftretende Axialschub während des Spannvorganges hebt sich hier durch die entgegengesetzt wirkenden Kräfte theoretisch auf. In der Praxis muss hier jedoch bei frei platzierter Pinole wegen der nicht genau identischen Spannverhältnisse an den Spannelementen mit einem geringen Restschub gerechnet werden.

    Beispiel 6: Kegelradbefestigung mittels IK Spannelementen

    Einfache Anschlussteile, hohe Rundlaufgenauigkeit und absolute Spielfreiheit zeichnen diese Verbindung aus.

    Beispiel 7: Zahnriemenscheibenbefestigung durch einen Spannsatz Baureihe DSM

    Die Nabe kann auch aus einer Alulegierung hergestellt sein. Mindestfestigkeit beachten. Hohe Temperatur kann die Haltekraft reduzieren.

    Beispiel 8: Teilteller befestigt mit Spannsatz Baureihe DSM

    Bei dem Leichtmetall-Teller am Wellenende eines Schrittschaltgetriebes wird genauer Rund- und Planlauf gefordert.

    Beispiel 9: Zahnradbefestigung durch einen Spannsatz Baureihe DSL

    Bei höchster Anforderung an die Rundlaufgenauigkeit sollte zum Prüfen und evtl. Korrigieren des Rundlaufes am Zahnrad eine Kontrollfläche vorgesehen werden.

    Beispiel 10: Druckwalzenbefestigung mit zwei DSL Spannsätzen

    Hier werden 2 lange Spannsätze eingesetzt, um durch die intensive Verspannung von Welle und Nabe eine hohe radiale Gesamtsteifigkeit zu erreichen. Druckwalzentausch nach Abziehen der Welle aus dem Lagerpaket.

    Beispiel 11: Schwinghebelbefestigung mit einem Spannsatz Baureihe DSK

    Umfangs- und Axiallage lassen sich bei der Montage optimal einstellen.

    Beispiel 12: Führungssäule geklemmt mit einem Spannsatz Baureihe DSL

    Befestigung einer Führungssäule im Maschinenkörper.

  • Vorteile

    Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieführerschaft – eine Strategie, die eine wirtschaftliche Erhöhung von Leistungsdichte, Wirkungsgrad und Genauigkeit erfordert. Zylinderspannsätze legen hierfür die Basis.

    Weniger Aufwand

    • Einfache Gestaltung der Anschlussteile.
    • Leichte Montage und Demontage aller Bauteile durch Fügespiel.
    • Minimaler Axialschlepp bei Spannvorgang.
    • Spanneinleitung frei gestaltbar.
    • Schnelles Lösen der Verbindung.

    Mehr Erfolg

    • Hohe Rundlaufgenauigkeit.
    • Minimierte Schwingungsanregung.
    • Hohe Drehmomente und Axialkräfte.
    • Geeignet für Wechseltorsion.
    • Axiallage und Winkellage frei wählbar.
    • Schonung der Anschlussteile.
    • Automatisierbare/schaltbare Verbindung.
    • Wiederverwendbar.
    • Einsetzbar auf genuteten Wellen.

    4-mal einzigartig – vielfacher Nutzen

    • Präzise
      Alle genauigkeitsbestimmenden Funktionsflächen werden unter Einhaltung engster Form- und Lagetoleranzen geschliffen.
       
    • Einteilig
      Der einteilige Stahlkörper weist im Unterschied zu Kegelspannsätzen keine toleranzlastigen Trennfugen auf. Dies gewährleistet, dass die im Fertigungsprozess erzielte hohe Präzision in Ihrer Anwendung auch ankommt.
       
    • Selbstzentrierend
      Die besondere Geometrie des absolut symmetrischen Grundkörpers sorgt bei axialem Zusammendrücken für gleichmäßige Querkontraktion in Richtung Welle und Nabe. Die damit erzielte Zentrierwirkung ist auf dem Niveau des Hydrodehnprinzips einzuordnen, nur viel einfacher, viel sicherer und viel steifer.
       
    • Intelligent
      Zylinderspannsätze gehen sehr schonend mit Ihren Anschlussteilen um. Punktuelle Spannungsspitzen, die oftmals zu Beschädigungen und Montageproblemen führen, haben aufgrund der wesentlich besseren Spannungshomogenisierung an den Kontaktflächen keine Chance. Zugleich ist das Spieth Prinzip im gespannten Zustand mit einer Kombination aus Kniehebel und auf Block gedrückten Feder vergleichbar und garantiert eine extrem steife Verbindung. Und beim Lösen geht der Zylinderspannsatz ganz einfach wieder in seine Ausgangsform zurück.
  • Funktion

    Funktionsprinzip

    Hier dargestellt mittels eines Spannsatzes der Baureihe DSK mit integrierter Spannschraube.
    Das Prinzip ist vereinfacht, das Spiel vergrößert dargestellt.

    Spannsatz gelöst, leichte Montage oder Demontage mit Fügespiel.

    Spannsatz gespannt, Verbindung ist zentriert und hochbelastbar. Kein seitlicher Versatz beim Anziehen. Dadurch höchst präzise Zentrierung und optimaler Rundlauf.

  • Übertragbare Kräfte

    DSK / DSL / AK / IK / AL / IL

    Die Tabellenangaben gelten für Bohrungstoleranz H7 und Wellentoleranz h5 der Anschlussteile. Für Welle h6 muss im ungünstigsten Falle mit einer Reduzierung der übertragbaren Kräfte um ca. 10 % gerechnet werden.

    DSM
    Die Tabellenangaben gelten für Bohrungstoleranz H7 und Wellentoleranz nach DIN 748 (k6/m6).

    M: Übertragbares Drehmoment bei Fa = 0
    Die angegebenen Werte sind in Versuchsreihen ermittelt. Dabei waren die Anschlussteile aus Stahl C45, gefertigt in vorgeschriebener Oberflächengüte.

    Fa: Übertragbare Axialkraft bei M = 0
    Die Fa-Werte sind errechnet nach

    Unterliegt die Spannverbindung einer ruhenden, schwellenden, wechselnden oder stoßartigen Belastung, so ist dies gleichgültig, solange die auftretenden Spitzenkräfte die Katalogwerte nicht überschreiten. Bei allen kraftschlüssigen Verbindungen besteht bei Wechseltorsions- oder Umlaufbiegebeanspruchung Reibkorrosionsgefahr. Diese Erscheinung kann die Demontage erschweren und wird verhindert, wenn folgende Angaben beachtet werden:

    Zul. Wechseltorsion

    Zul. Umlaufbiegung

    M und Fa:
    Wirken sowohl Drehmoment als auch Axialkraft gleichzeitig auf einen Spannsatz, so ist nach folgender Formel zu prüfen, ob das sich daraus ergebende resultierende Drehmoment Mr übertragen werden kann.

    M = übertragbares Drehmoment (Katalogwert) [Nm]

    Me = erforderliches Drehmoment [Nm]

    Mr = resultierendes Drehmoment [Nm]

    Fae = erforderliche Axialkraft [N]

    d1 = Wellen-Durchmesser [mm]

    Nur für Baureihe AK/IK, AL/IL

    F: Maximal zulässige Spannkraft
    Zur Verminderung der Dauerbruch- und Reibkorrosionsgefahr sollten die Spannsätze bei hoher Taktfrequenz Spannen/Lösen mit max. 0,75 F gespannt werden.

    C: Konstruktiv vorzusehender Funktionsbauraum
    Spieth Spannelemente müssen kraftkontrolliert gespannt werden. Die Spannkraft kann nicht ins Verhältnis zum Spannweg gesetzt werden. Um vorzeitiges Blockieren zu vermeiden, ist ein „freier“ Funktionsweg „C“ vorzusehen.

    Automatisierter Betrieb
    Bei einem automatisierten Betrieb mittels z. B. hydraulischer Betätigung können aufgrund verschiedener Einflussgrößen die Ist-Werte des Systems von den Katalogwerten abweichen. Für diesen Anwendungsfall wird dringend eine Verifizierung der benötigten Kraft oder Drehmomentwerte empfohlen. Auch ist bei dieser Anwendung auf eine axial spielfreie Einbausituation zu achten. Zur Vermeidung von Dauerbruch und wegen Reibkorrosionsgefahr sollte das Spannelement bei hoher Taktfrequenz mit max. 0,75xF gespannt werden.

    Allgemein
    Kann die Spannkraft F nicht aufgebracht werden, so wird mit folgender Formel näherungsweise bestimmt, welches Drehmoment Mred mit der gegebenen Spannkraft Fgeg (<F) übertragen werden kann.

    Soll die erforderliche Spannkraft für ein übertragbares Drehmoment Mred < M ermittelt wer­den, so gilt näherungsweise folgende Beziehung:

    M = übertragbares Drehmoment (Katalogwert) [Nm]

    Mred = reduziertes übertragbares Drehmoment [Nm]

    F = max. zul. Spannkraft (Katalogwert) [N]

    Fae = erforderliche Axialkraft [N]

    Ferf = erforderliche Spannkraft [N]

    Fgeg = gegebene Spannkraft (<F) [N]

Bestell-Nr. Bezeichnung
CAD-Download
Abmessungen in mm Spanneinleitung übertragbare Kräfte
d1 d2 K Fmax1) Cmin2) M Fa
H6 h5 N mm Nm N
8 12 12 10000 0.3 7 1750
8 12 12 10000 0.3 7 1750
10 15 12 11000 0.4 11 2200
10 15 12 11000 0.4 11 2200
12 18 12 11800 0.4 18 2950
12 18 12 11800 0.4 18 2950
14 20 12 13400 0.5 25 3620
14 20 12 13400 0.5 25 3620
15 22 12 13700 0.5 29 3840
15 22 12 13700 0.5 29 3840
16 22 12 14900 0.5 35 4320
16 22 12 14900 0.5 35 4320
18 25 12 15900 0.6 44 4930
18 25 12 15900 0.6 44 4930
20 32 16 20600 0.6 82 8240
20 32 16 20600 0.6 82 8240
22 35 16 21700 0.6 95 8680
22 35 16 21700 0.6 95 8680
25 37 16 24500 0.7 128 10290
25 37 16 24500 0.7 128 10290
28 40 16 26900 0.7 162 11570
28 40 16 26900 0.7 162 11570
30 42 16 28300 0.7 187 12450
30 42 16 28300 0.7 187 12450
32 48 21 32400 0.8 259 16200
32 48 21 32400 0.8 259 16200
35 52 21 34400 0.8 307 17540
35 52 21 34400 0.8 307 17540
40 56 21 38900 0.8 404 20230
40 56 21 38900 0.8 404 20230
45 68 26 44700 0.8 553 24590
45 68 26 44700 0.8 553 24590
50 72 26 49400 0.8 679 27170
50 72 26 49400 0.8 679 27170
55 80 31 59000 1 908 33040
55 80 31 59000 1 908 33040
60 85 31 63300 1 1082 36080
60 85 31 63300 1 1082 36080
63 88 31 66000 1 1205 38280
63 88 31 66000 1 1205 38280
65 90 31 67700 1 1298 39940
65 90 31 67700 1 1298 39940
70 100 38 78800 1 1682 48070
70 100 38 78800 1 1682 48070
75 105 38 83400 1 1907 50870
75 105 38 83400 1 1907 50870
80 110 38 88100 1.1 2185 54620
80 110 38 88100 1.1 2185 54620
85 115 38 92700 1.1 2442 57470
85 115 38 92700 1.1 2442 57470
90 120 38 97200 1.1 2799 62200
90 120 38 97200 1.1 2799 62200
95 125 38 101800 1.2 3139 66100
95 125 38 101800 1.2 3139 66100
100 130 38 106500 1.3 3460 69200
100 130 38 106500 1.3 3460 69200
110 140 38 115700 1.4 4136 75200
110 140 38 115700 1.4 4136 75200
120 150 38 125000 1.4 4950 82500
120 150 38 125000 1.4 4950 82500
125 155 38 129600 1.4 5343 85500
125 155 38 129600 1.4 5343 85500
130 160 38 134300 1.5 5759 88600
130 160 38 134300 1.5 5759 88600
140 170 38 143500 1.5 6727 96100
140 170 38 143500 1.5 6727 96100
150 180 38 152800 1.5 7672 102300
150 180 38 152800 1.5 7672 102300

1) Max. zul. Spannkraft. Bei automatisiertem Betrieb sollte das Spannelement mit max. 0,75xF gespannt werden.
2) Konstruktionsvorgabe, nicht zu verwechseln mit dem Betätigungsweg.
3) d2 > 80 mm = Rundlauf nach IT4

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