Für Wellenpassung k6/m6, z.B. für Motorwellen nach DIN 748, mit integrierten Spannschrauben. Einbaufertige kraftschlüssige Welle-Nabe-Verbindung.

  • Beispiele

    Beispiel 1: Schaufelradbefestigung mit zwei IK Spannelementen

    Die auf breiter Basis angeordneten Spannelemente wirken sich günstig auf die Planlaufgenauigkeit und die Umlaufbiegebeanspruchung des Welle-Nabe-Verbundes aus. Das übertragbare Drehmoment bei zwei hintereinander angeordneten Spannelementen liegt ca. 30 % höher als bei einem einzelnen Spannelement.

    Beispiele 2 – 4: Steckbare Verbindungen

    Absolut spielfreie, beliebig oft lösbare Welle-Nabe-Verbindung. Die Anzugsmomente für die Spanneinleitungsschrauben ergeben sich aus der jeweils erforderlichen Spannkraft für die Spannelemente.

    Beispiel 2

    Spanneinleitung auf ein IL Spannelement über Zugschraube.

    Beispiel 3

    Spanneinleitung auf ein AL Spannelement über Druckschraube.

    Beispiel 4

    Spanneinleitung auf ein AL Spannelement über Hohlschraube.

    Beispiel 5: Pinolenklemmung mittels zweier AK Spannelemente

    Hydraulisch wird die Pinole genau zentrisch gespannt, im drucklosen Zustand ist sie sofort frei bewegbar. Der bei einzelner Anordnung eines Spannelements auftretende Axialschub während des Spannvorganges hebt sich hier durch die entgegengesetzt wirkenden Kräfte theoretisch auf. In der Praxis muss hier jedoch bei frei platzierter Pinole wegen der nicht genau identischen Spannverhältnisse an den Spannelementen mit einem geringen Restschub gerechnet werden.

    Beispiel 6: Kegelradbefestigung mittels IK Spannelementen

    Einfache Anschlussteile, hohe Rundlaufgenauigkeit und absolute Spielfreiheit zeichnen diese Verbindung aus.

    Beispiel 7: Zahnriemenscheibenbefestigung durch einen Spannsatz Baureihe DSM

    Die Nabe kann auch aus einer Alulegierung hergestellt sein. Mindestfestigkeit beachten. Hohe Temperatur kann die Haltekraft reduzieren.

    Beispiel 8: Teilteller befestigt mit Spannsatz Baureihe DSM

    Bei dem Leichtmetall-Teller am Wellenende eines Schrittschaltgetriebes wird genauer Rund- und Planlauf gefordert.

    Beispiel 9: Zahnradbefestigung durch einen Spannsatz Baureihe DSL

    Bei höchster Anforderung an die Rundlaufgenauigkeit sollte zum Prüfen und evtl. Korrigieren des Rundlaufes am Zahnrad eine Kontrollfläche vorgesehen werden.

    Beispiel 10: Druckwalzenbefestigung mit zwei DSL Spannsätzen

    Hier werden 2 lange Spannsätze eingesetzt, um durch die intensive Verspannung von Welle und Nabe eine hohe radiale Gesamtsteifigkeit zu erreichen. Druckwalzentausch nach Abziehen der Welle aus dem Lagerpaket.

    Beispiel 11: Schwinghebelbefestigung mit einem Spannsatz Baureihe DSK

    Umfangs- und Axiallage lassen sich bei der Montage optimal einstellen.

    Beispiel 12: Führungssäule geklemmt mit einem Spannsatz Baureihe DSL

    Befestigung einer Führungssäule im Maschinenkörper.

  • Vorteile

    Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieführerschaft – eine Strategie, die eine wirtschaftliche Erhöhung von Leistungsdichte, Wirkungsgrad und Genauigkeit erfordert. Zylinderspannsätze legen hierfür die Basis.

    Weniger Aufwand

    • Einfache Gestaltung der Anschlussteile.
    • Leichte Montage und Demontage aller Bauteile durch Fügespiel.
    • Minimaler Axialschlepp bei Spannvorgang.
    • Spanneinleitung frei gestaltbar.
    • Schnelles Lösen der Verbindung.

    Mehr Erfolg

    • Hohe Rundlaufgenauigkeit.
    • Minimierte Schwingungsanregung.
    • Hohe Drehmomente und Axialkräfte.
    • Geeignet für Wechseltorsion.
    • Axiallage und Winkellage frei wählbar.
    • Schonung der Anschlussteile.
    • Automatisierbare/schaltbare Verbindung.
    • Wiederverwendbar.
    • Einsetzbar auf genuteten Wellen.

    4-mal einzigartig – vielfacher Nutzen

    • Präzise
      Alle genauigkeitsbestimmenden Funktionsflächen werden unter Einhaltung engster Form- und Lagetoleranzen geschliffen.
       
    • Einteilig
      Der einteilige Stahlkörper weist im Unterschied zu Kegelspannsätzen keine toleranzlastigen Trennfugen auf. Dies gewährleistet, dass die im Fertigungsprozess erzielte hohe Präzision in Ihrer Anwendung auch ankommt.
       
    • Selbstzentrierend
      Die besondere Geometrie des absolut symmetrischen Grundkörpers sorgt bei axialem Zusammendrücken für gleichmäßige Querkontraktion in Richtung Welle und Nabe. Die damit erzielte Zentrierwirkung ist auf dem Niveau des Hydrodehnprinzips einzuordnen, nur viel einfacher, viel sicherer und viel steifer.
       
    • Intelligent
      Zylinderspannsätze gehen sehr schonend mit Ihren Anschlussteilen um. Punktuelle Spannungsspitzen, die oftmals zu Beschädigungen und Montageproblemen führen, haben aufgrund der wesentlich besseren Spannungshomogenisierung an den Kontaktflächen keine Chance. Zugleich ist das Spieth Prinzip im gespannten Zustand mit einer Kombination aus Kniehebel und auf Block gedrückten Feder vergleichbar und garantiert eine extrem steife Verbindung. Und beim Lösen geht der Zylinderspannsatz ganz einfach wieder in seine Ausgangsform zurück.
  • Funktion

    Funktionsprinzip

    Hier dargestellt mittels eines Spannsatzes der Baureihe DSK mit integrierter Spannschraube.
    Das Prinzip ist vereinfacht, das Spiel vergrößert dargestellt.

    Spannsatz gelöst, leichte Montage oder Demontage mit Fügespiel.

    Spannsatz gespannt, Verbindung ist zentriert und hochbelastbar. Kein seitlicher Versatz beim Anziehen. Dadurch höchst präzise Zentrierung und optimaler Rundlauf.

  • Übertragbare Kräfte

    DSK / DSL / AK / IK / AL / IL

    Die Tabellenangaben gelten für Bohrungstoleranz H7 und Wellentoleranz h5 der Anschlussteile. Für Welle h6 muss im ungünstigsten Falle mit einer Reduzierung der übertragbaren Kräfte um ca. 10 % gerechnet werden.

    DSM
    Die Tabellenangaben gelten für Bohrungstoleranz H7 und Wellentoleranz nach DIN 748 (k6/m6).

    M: Übertragbares Drehmoment bei Fa = 0
    Die angegebenen Werte sind in Versuchsreihen ermittelt. Dabei waren die Anschlussteile aus Stahl C45, gefertigt in vorgeschriebener Oberflächengüte.

    Fa: Übertragbare Axialkraft bei M = 0
    Die Fa-Werte sind errechnet nach

    Unterliegt die Spannverbindung einer ruhenden, schwellenden, wechselnden oder stoßartigen Belastung, so ist dies gleichgültig, solange die auftretenden Spitzenkräfte die Katalogwerte nicht überschreiten. Bei allen kraftschlüssigen Verbindungen besteht bei Wechseltorsions- oder Umlaufbiegebeanspruchung Reibkorrosionsgefahr. Diese Erscheinung kann die Demontage erschweren und wird verhindert, wenn folgende Angaben beachtet werden:

    Zul. Wechseltorsion

    Zul. Umlaufbiegung

    M und Fa:
    Wirken sowohl Drehmoment als auch Axialkraft gleichzeitig auf einen Spannsatz, so ist nach folgender Formel zu prüfen, ob das sich daraus ergebende resultierende Drehmoment Mr übertragen werden kann.

    M = übertragbares Drehmoment (Katalogwert) [Nm]

    Me = erforderliches Drehmoment [Nm]

    Mr = resultierendes Drehmoment [Nm]

    Fae = erforderliche Axialkraft [N]

    d1 = Wellen-Durchmesser [mm]

    Nur für Baureihe AK/IK, AL/IL

    F: Maximal zulässige Spannkraft
    Zur Verminderung der Dauerbruch- und Reibkorrosionsgefahr sollten die Spannsätze bei hoher Taktfrequenz Spannen/Lösen mit max. 0,75 F gespannt werden.

    C: Konstruktiv vorzusehender Funktionsbauraum
    Spieth Spannelemente müssen kraftkontrolliert gespannt werden. Die Spannkraft kann nicht ins Verhältnis zum Spannweg gesetzt werden. Um vorzeitiges Blockieren zu vermeiden, ist ein „freier“ Funktionsweg „C“ vorzusehen.

    Automatisierter Betrieb
    Bei einem automatisierten Betrieb mittels z. B. hydraulischer Betätigung können aufgrund verschiedener Einflussgrößen die Ist-Werte des Systems von den Katalogwerten abweichen. Für diesen Anwendungsfall wird dringend eine Verifizierung der benötigten Kraft oder Drehmomentwerte empfohlen. Auch ist bei dieser Anwendung auf eine axial spielfreie Einbausituation zu achten. Zur Vermeidung von Dauerbruch und wegen Reibkorrosionsgefahr sollte das Spannelement bei hoher Taktfrequenz mit max. 0,75xF gespannt werden.

    Allgemein
    Kann die Spannkraft F nicht aufgebracht werden, so wird mit folgender Formel näherungsweise bestimmt, welches Drehmoment Mred mit der gegebenen Spannkraft Fgeg (<F) übertragen werden kann.

    Soll die erforderliche Spannkraft für ein übertragbares Drehmoment Mred < M ermittelt wer­den, so gilt näherungsweise folgende Beziehung:

    M = übertragbares Drehmoment (Katalogwert) [Nm]

    Mred = reduziertes übertragbares Drehmoment [Nm]

    F = max. zul. Spannkraft (Katalogwert) [N]

    Fae = erforderliche Axialkraft [N]

    Ferf = erforderliche Spannkraft [N]

    Fgeg = gegebene Spannkraft (<F) [N]

Bestell-Nr. Bezeichnung
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Abmessungen in mm Spannschraube übertragbare Kräfte
d1 d2 L ISO 4762 h MA Stückzahl M Fa
h5 mm Nm Nm N
14 26 26 M3 3 2 4 50 7100
16 32 26 M4 4 5 6 95 11900
16 32 36 M4 4 5 6 130 16300
16 28 26 M3 3 2 6 66 8250
18 34 36 M4 4 5 6 160 17800
18 30 26 M3 3 2 6 92 10222
19 35 26 M4 4 5 6 130 13700
19 35 36 M4 4 5 6 200 21100
19 32 26 M3 3 2 6 100 10526
20 40 36 M5 5 10 5 190 19000
20 40 46 M5 5 10 5 240 24000
20 32 26 M3 3 2 6 108 10800
22 42 36 M5 5 10 5 220 20000
22 42 46 M5 5 10 5 290 26400
22 35 26 M3 3 2 6 122 11091
24 44 36 M5 5 10 5 260 21700
24 44 46 M5 5 10 5 360 30000
24 36 26 M3 3 2 6 145 12083
25 45 41 M5 5 10 6 280 22400
25 45 52 M5 5 10 6 450 35900
25 37 26 M3 3 2 6 184 14720
28 48 41 M5 5 10 6 320 22900
28 48 52 M5 5 10 6 550 39300
28 40 26 M3 3 2 6 205 14643
30 52 57 M6 6 17 5 690 46000
30 52 62 M6 6 17 5 710 47300
30 42 26 M3 3 2 6 220 14667
32 55 57 M6 6 17 5 770 48100
32 55 62 M6 6 17 5 800 50000
32 48 36 M4 4 5 6 365 22813
35 58 57 M6 6 17 6 1080 61700
35 58 62 M6 6 17 6 1120 63900
35 52 36 M4 4 5 6 400 22857
38 60 57 M6 6 17 6 1250 65800
38 60 62 M6 6 17 6 1300 68400
38 55 36 M4 4 5 6 435 22895
40 70 77 M8 8 40 5 1750 87500
40 70 92 M8 8 40 5 1800 90800
40 56 36 M4 4 5 6 455 22750
42 72 77 M8 8 40 5 1850 88100
42 72 92 M8 8 40 5 2000 95200
42 58 36 M4 4 5 6 480 22857
45 75 77 M8 8 40 5 2100 93300
45 75 92 M8 8 40 5 2250 101000
45 62 36 M4 4 5 6 510 22667
48 78 77 M8 8 40 5 2370 98800
48 78 92 M8 8 40 5 2600 108000
48 65 36 M4 4 5 6 545 22708
50 80 77 M8 8 40 6 2500 100000
50 80 92 M8 8 40 6 2700 109000
55 85 77 M8 8 40 6 2850 104000
55 85 92 M8 8 40 6 3100 113000
60 90 92 M8 8 40 6 3550 118000
60 90 122 M8 8 40 6 3550 118000
65 95 92 M8 8 40 6 4000 123000
65 95 122 M8 8 40 6 4000 123000
70 100 92 M8 8 40 6 4500 129000
70 100 122 M8 8 40 6 4500 129000
75 105 92 M8 8 40 7 5000 133000
75 105 122 M8 8 40 7 5000 133000
80 110 122 M8 8 40 8 6500 163000
85 115 122 M8 8 40 8 7150 168000

3) d2 > 80 mm = Rundlauf nach IT4

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