"Die Flache". Für Anwendungen mit begrenzten Bauraumverhältnissen.

  • Beispiele

    Beispiel 1: Kegelrollenlagerung

    Bei Kegelrollenlagerungen sind die Planlaufgenauigkeit, die Axialsteifigkeit und der Sicherungswert ein wichtiger Beitrag für die einwandfreie Lagerungsfunktion: Radiale Beanspruchungen auf das Kegelrollenlager erzeugen axiale Kraftkomponenten (Axialsteifigkeit). Wegen fehlender axialer Vorspannung (keine Planreibung) ist die eigenständige Sicherung der Stellmutter sehr wichtig.

    Beispiel 2: Kugelrollspindel

    Die Lagerung der Kugelrollspindel erhält durch die Montage mit der Stellmutter eine hohe Axialsteifigkeit. Bei dem hochdynamischen Betrieb ist auch der hohe Sicherungswert der Stellmutter ein großer Vorteil.

    Beispiel 3: Rutschkupplung

    Die Federvorspannung an einer Rutschkupplung wird hier mit einer Stellmutter stufenlos und exakt eingestellt. Die zuverlässige Sicherung ist von größter Wichtigkeit.

    Beispiel 4: Hauptspindellagerung

    Die Stellmutter sorgt bei der Hauptspindellagerung einer Drehmaschine für hohe Axialsteifigkeit und gute Rundlaufgenauigkeit.

    Beispiel 5: Rundachse

    In axiale Richtung keinen Millimeter verschenken und trotzdem nicht auf Planlaufgenauigkeit, Axialsteifigkeit und hohen Sicherungswert verzichten müssen.

    Beispiel 6: Tischaufbau

    Dank der flachen Bauweise ist ein versenkter Einbau möglich, ohne dass Störkonturen in den Tischhorizont hineinragen. Verspannungen der Konstruktion durch gewindeflanken­spielbedingte Mutterverkippung oder selbstständiges Öffnen unter dynamischer Belastung können aufgrund der charakteristischen Mutterneigenschaften gar nicht erst auftreten.

    Beispiel 7: Werkzeugspindel

    Die geringe Bauhöhe der MSF erlaubt eine kompakte Spindelantriebsseite, womit wertvoller Bauraum gespart und schädliche Umlaufbiegemomente minimiert werden. Gleichzeitig kommen die Vorteile einer Präzisionssicherungsmutter der Bauart Spieth voll zum Tragen.

    Beispiel 8: Vorschubantrieb

    Die hohe Tragfähigkeit und Axialsteifigkeit des Nadel-Axial-Zylinderrollenlagers wird hier durch die Montage mit der Stellmutter zuverlässig auf den Vorschubantrieb übertragen. Der hohe Sicherungswert der Stellmutter ist bei der dynamischen Beanspruchung von größter Wichtigkeit.

    Beispiel 9: Kolbenbefestigung

    Alle technischen Vorteile der Stellmutter werden hier für die Kolbenbefestigung genützt: Tragfähigkeit, Axialsteifigkeit und Sicherungswert.

  • Vorteile

    Wettbewerbsfähigkeit durch Technologieführerschaft – eine Strategie, die eine wirtschaftliche Erhöhung von Leistungsdichte, Wirkungsgrad und 
Genauigkeit erfordert. Stellmuttern legen hierfür die Basis.


    Weniger Aufwand

    • Keine zusätzlichen Nuten oder Sicherungsbleche notwendig.
    • Frei, stufenlos und exakt positionierbar.
    • Schnelle, präzise Montageergebnisse.
    • Einfache Demontage dank rückfedernder Membran.

    Mehr Erfolg

    • Optimale Sicherungswirkung.
    • Hohe Planlaufgenauigkeit, auch im montierten Zustand.
    • Hohe dynamische Belastbarkeit.
    • Hohe dynamische Steifigkeit.
    • Rotationssymmetrischer Aufbau.
    • Geeignet für hohe Drehzahlen.

    4-mal einzigartig – vielfacher Nutzen

    • Sicher
      Das Sicherungssystem erlaubt die Aufbringung hoher Klemmkräfte zur kraftschlüssigen Sicherung der Mutter auf dem Spindelgewinde. Die Belastung des Gewindes erfolgt über 360° symmetrisch und flächig. Sicherungskraft und Betriebslast wirken gleichsinnig und können sich nicht gegenseitig aufheben. Dies ist die Voraussetzung für höchste Sicherungswirkung bei gleichzeitiger Schonung der Anschlussteile.
       
    • Selbstzentrierend
      Der Sicherungsvorgang wirkt systembedingt selbstzentrierend für die Mutter auf dem Spindelgewinde. Dies ist die Voraussetzung für eine koaxiale Endlage der Mutter zur Spindel und für eine senkrechte Ausrichtung der Planfläche zum Anschlussbund. Für anspruchsvolle Anwendungen kann dieser Effekt in einem separaten Montageschritt gezielt zur Minimierung des Gewindefügespiels genutzt werden.
       
    • Präzise
      Alle genauigkeitsbestimmenden Funktionsflächen werden in einer Aufspannung hergestellt. Und in Gegensatz zu anderen Sicherungskonzepten bleibt prinzipbedingt die einmal erzeugte Genauigkeit erhalten, auch bei der Montage und im Betrieb.
       
    • Konsequent steif
      Unabhängig vom Vorspannungsgrad der Mutter sorgt der geschlossene Sicherungskraftfluss für eine intensive Anlage der Gewindeflanken in Richtung der Betriebslast. Der Montageprozess spannt die Fuge der Gewindepaarung elastisch vor, womit der Traganteil der Gewindeflanken und die Fugensteifigkeit deutlich erhöht werden. Schädliche Mikrobewegungen, verursacht durch starke Impulse oder abrupte Kraftrichtungswechsel, werden drastisch reduziert.
  • Funktion

    Funktionsprinzip

    Hier anhand einer Stellmutter Typ MSF. Das Prinzip ist vereinfacht, das Gewindeflankenspiel vergrößert dargestellt.

    1. Aufschrauben der Stellmutter

    Beim Aufschrauben von Muttern besteht zwangsläufig, wie bei jeder Schraubverbindung, ein Fügespiel. Dadurch kann sich die Mutter mit einem parallelen und/oder winkligen Achsversatz zur Spindelachse ausrichten; die Mutteranlagefläche kann sich also schräg stellen.

    2. Spieth Stellmuttern: selbstzentrierend und -ausrichtend durch Spieleinengung

    Einzigartig: Spieth Stellmuttern zentrieren sich automatisch selbst und eliminieren das Fügespiel (Gewindeflankenspiel) weitestgehend. Durch Spieleinengung zentriert sich die Stellmutter und die Mutteranlagefläche stellt sich rechtwinklig zur Spindelachse ein.

    3. Anziehen und Sichern

    Die Stellmutter wird mit dem erforderlichen Vorspannmoment angezogen. Danach werden die Sicherungsschrauben mit dem vorgesehenen Sicherungsmoment gesichert. Für optimale Anlage an den Gewindeflanken und höchste Rundlaufgenauigkeit.

    4. Mehr Sicherheit im Betrieb

    Spieth Vorteil: Die zuvor eingestellten Sicherungskräfte werden durch die Betriebslast nicht aufgehoben, sondern überlagert und so verstärkt. Das heißt: die Richtung der Kräfte bleibt gleich, die Kräfte addieren sich. Die optimale Lösung mit mehr Sicherheit.

  • Axiale Vorspannkräfte

    Allgemein

    MV = Vorspannmoment der Stellmutter [Nm]

    FV = Geforderte axiale Vorspannkraft der Schraubverbindung [N]

    B = Stellmutterspezifischer Zuschlag [N], kompensiert die Planflächenentlastung durch den Sicherungsvorgang

    A = Konstante [mm], beinhaltet die Berechnungsfaktoren für das entsprechende Gewinde (Katalogwert)

    µA = Reibungszahl für die Plananlagefläche der Stellmutter Näherungswert µA = 0,1 Stahl/Stahl

    rA = wirksamer Reibradius für die Plananlagefläche der Stellmutter [mm]

    Ab Stellmuttergröße MSW > M70

    Das Anzugsmoment für die Druckschraube wird nach folgender Beziehung bestimmt:

    MD = Anzugsmoment pro Druckschraube [Nm]

    FV = Geforderte axiale Vorspannkraft der Schraubverbindung [N]

    A = Konstante [mm], beinhaltet die Berechnungsfaktoren für das entsprechende Gewinde (Katalogwert)

    µD = Reibungszahl für die Auflagefläche der Druckschraube Nährungswert = 0,13

    d6 = Zapfen-∅ der Druckschraube [mm] (Katalogwert)

    n = Zapfen-∅ der Druckschraube [mm] (Katalogwert)

Bestell-Nr. Bezeichnung
CAD-Download
Abmessungen in mm Spannschraube Ber. Faktor A zulässige Axiallast
d1 d2 d6 h ISR MA Stückzahl statisch
ISO-5H h11 Gr. Nm mm kN
M25x1,5 48 39 14 20 2.9 4 1.633 26
M30x1,5 53 44 15 20 2.9 4 1.921 40
M35x1,5 58 49 15 20 2.9 4 2.21 49
M40x1,5 63 54 15 20 2.9 4 2.5 57
M45x1,5 70 59 15 20 2.9 6 2.789 60
M50x1,5 75 64 16 20 2.9 6 3.079 80
M55x1,5 80 69 16 20 2.9 6 3.369 120
M55x2 80 69 16 20 2.9 6 3.43 116
M60x1,5 89 77 18 25 6 6 3.655 131
M60x2 89 77 18 25 6 6 3.719 126
M65x1,5 94 82 18 25 6 6 3.948 144
M65x2 94 82 18 25 6 6 4.008 139
M70x1,5 99 87 18 25 6 6 4.238 155
M70x2 99 87 18 25 6 6 4.297 150
M75x1,5 106 94 20 30 10 6 4.525 178
M75x2 106 94 20 30 10 6 4.587 172
M80x2 111 99 20 30 10 6 4.873 186
M90x2 121 109 20 30 10 6 5.453 214
M100x2 131 119 20 30 10 6 6.033 242

1) Die Anzahl der Bohrungen entspricht der Anzahl der Spannschrauben

Die in der Tabelle angegebenen zulässigen Betriebsbelastungen sind Richtwerte, welche mit einer Nutzsicherheit von 1,6 bei statischer Belastung bezogen auf die Mindeststreckgrenze, errechnet wurden.

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